Glücksspiel kann für viele Menschen eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung bleiben. Bei einem Teil der Spieler entwickelt sich jedoch ein problematisches Verhalten, das den Alltag, die Finanzen und die Beziehungen belastet. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen etwa 0,3 bis 0,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ein pathologisches Spielverhalten. Hinzu kommt eine deutlich größere Gruppe mit riskantem Spielverhalten. Lesen Sie mehr dazu auf bitcoin casino seiten.
Wer merkt, dass die Kontrolle über Einsatz und Spielzeit schwindet, ist damit nicht allein. Selbsthilfe bedeutet nicht, alles ohne Unterstützung zu bewältigen. Sie beginnt vielmehr mit dem Schritt, geeignete Anlaufstellen zu kennen und diese aktiv zu nutzen. Genau hier setzt dieser Überblick an.
Erste Anlaufstellen und Beratungsstellen in Deutschland
Die wichtigste zentrale Anlaufstelle ist die BZgA mit ihrem kostenlosen Beratungstelefon zur Glücksspielsucht. Unter der Nummer 0800 1 37 27 00 erhalten Betroffene und Angehörige montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr sowie freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr anonyme Beratung. Das Gespräch ist kostenfrei und ersetzt keine Therapie, bietet aber eine erste Orientierung.
Zusätzlich gibt es in nahezu jeder größeren Stadt Suchtberatungsstellen. Diese Einrichtungen arbeiten häufig trägerübergreifend und bieten Einzelgespräche, Gruppenangebote sowie Vermittlung an Fachkliniken an. Viele Beratungsstellen sind an die örtlichen Gesundheitsämter oder Wohlfahrtsverbände angebunden.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Sie bündelt Informationen und verweist auf regionale Hilfsangebote. Über die DHS-Webseite lassen sich Beratungsstellen nach Postleitzahl suchen. Auch Hausärzte können eine erste Einschätzung geben und an spezialisierte Einrichtungen überweisen.
Selbsthilfegruppen als zentrale Säule
Selbsthilfegruppen spielen in der Bewältigung von Spielsucht eine herausragende Rolle. In Deutschland existieren zahlreiche Gruppen, die sich regelmäßig in Gemeindezentren, Kirchengemeinden oder Beratungsstellen treffen. Die bekanntesten Organisationen sind die Anonymen Spieler und der Kreuzbund. Beide verfolgen ein abstinenzorientiertes Konzept und setzen auf gegenseitige Unterstützung.
Der Vorteil von Selbsthilfegruppen liegt in der Niedrigschwelligkeit. Es gibt keine Wartelisten, keine Formalitäten und keine Kosten. Betroffene treffen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Studien zeigen, dass die Kombination aus professioneller Beratung und Selbsthilfegruppe die Abstinenzrate deutlich erhöht. Wer regelmäßig an Gruppentreffen teilnimmt, bleibt im Durchschnitt länger abstinent als Personen ohne solche Anbindung.
Neben Präsenzgruppen gibt es Online-Selbsthilfeangebote. Foren und moderierte Chats ermöglichen den Austausch, ohne dass der Wohnort eine Rolle spielt. Gerade für Menschen in ländlichen Regionen ist das ein wichtiger Zugang.
Digitale Angebote und Selbstsperren als Ergänzung
Digitale Hilfsmittel ergänzen die klassischen Anlaufstellen. Zahlreiche Beratungsstellen bieten mittlerweile E-Mail-Beratung und Videosprechstunden an. Das erleichtert den Einstieg, besonders für Menschen, die Hemmungen vor einem persönlichen Besuch haben.
Ergänzend können Spieler sich selbst bei Anbietern sperren lassen. Die OASIS-Selbstsperrdatei ermöglicht eine bundesweite Sperre bei vielen legalen Anbietern. Eine Sperre ersetzt zwar keine Therapie, senkt aber die Rückfallwahrscheinlichkeit erheblich. Fachleute empfehlen, die Sperre mit einer Beratung zu kombinieren.
Selbsthilfe bei Spielsucht ist kein einsamer Weg. Sie beginnt mit dem Wissen um die richtigen Anlaufstellen und führt über Beratung, Gruppen und digitale Hilfen zu einer stabileren Lebenssituation. Der erste Anruf oder der erste Gruppenbesuch ist oft der entscheidende Schritt.


